Veranstaltung

IHK Nord diskutiert mit EU-Kommission und DStGB über technische Aspekte der WRRL

IHK Nord diskutiert in Bremen mit der EU-Kommission und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund über technische Aspekte der  Wasserrahmenrichtlinie

Am Donnerstag, den 15. November 2018 fand in der Handelskammer Bremen eine  von der IHK Nord und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund ausgerichtete Veranstaltung zum Thema „Die aktuelle Überarbeitung der EU-Wasserrahmenrichtlinie – Technische Aspekte“ statt. Ziel der Veranstaltung war der Austausch der Vertreter auf europäischer und kommunaler Ebene über die aktuelle Überarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie.
Die Teilnehmer wurden von Herrn Andreas Köhler, stellvertretendem Leiter des Geschäftsbereichs Industrie, Innovation, Umwelt und Tourismus der Handelskammer Bremen und Bremerhaven sowie von Herrn Dr. Klaus Nutzenberger vom Europabüro des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in Brüssel begrüßt. 
Herr Jürgen Leindecker, Landesgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt referierte zu der Frage, wie die kommunale Ebene die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie erfüllt und zeigte Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung europäischer Regelungen auf.
Herr Dr. Malte Heyne, Geschäftsführer der IHK Nord, stellte hierauf das von der IHK Nord in Auftrag gegebene Gutachten über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Wasserrahmenrichtlinie auf Norddeutschland vor. Konkrete Auswirkungen seien insbesondere erhöhte Kosten für Unternehmen bei der Umsetzung der Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Verzögerung der für den Wirtschaftsstandort Norddeutschland zentralen Infrastrukturvorhaben.
Im Anschluss präsentierte Herr Dr. Bernd Gawlik der EU-Kommission (Forschungsinstitut Ispra, DG Joint Research Centre, Sustainable Resources, Unit Water and Marine) das vom Forschungsinstitut Ispra erarbeitete Konzept eines Urban Water Scoreboards. Dieses soll als europäische Plattform zur Sammlung technischer Daten zur Gewässerqualität dienen.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion wirkten neben Herrn Dr. Gawlik Herr Markus Honnigfort, (Bürgermeister der Stadt Haren und Geschäftsführer der Eurohafen Emsland GmbH), Herr Daniel Hosseus (Hauptgeschäftsführer Zentralverband der Seehäfen) sowie Herr Dr. Jörrens (Unternehmensbereichsleiter Wasserverband Eifel-Ruhr) mit. Zentrale Themen waren die unterschiedliche Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten sowie die anzuwendenden Messtechniken zur Beurteilung der chemischen Gewässerqualität.
Die nächste Kooperationsveranstaltung der IHK Nord und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zum Thema „Die Wasserrahmenrichtlinie als Kerninstrument der EU-Wasserpolitik – Herausforderungen und Perspektiven für Wirtschaft und Kommunen“ wird am 12. Dezember in der Handelskammer Hamburg stattfinden. Anmelden können Sie sich bis zum 5. Dezember unter www.ihk-nord.de/wrrlhamburg.