Standortkonferenz Norddeutschland

Schulterschluss in Norddeutschland

POLITIK UND WIRTSCHAFT SETZEN SICH FÜR DIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DER WIRTSCHAFT IM NORDEN EIN

Am 26. November 2018 fand die „Standortkonferenz Norddeutschland“ der IHK Nord in Wilhelmshaven statt. Erstmalig wurde das Spitzentreffen zwischen den Vertretern der norddeutschen IHKs und den Küstenwirtschafts- und Verkehrsministern auch für weitere interessierte Teilnehmer geöffnet. Das Ziel der Konferenz ist die weitere Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und den norddeutschen Bundesländern. Damit der Norden im zunehmenden internationalen Standortwettbewerb um innovative Unternehmen, die besten Fachkräfte, Investitionskapital und internationale Reputation mithalten kann, muss er seine Stärken als Standort zu bündeln und gemeinsam vorantreiben.
„Aus diesem Grund müssen wichtige Infrastrukturprojekte unbedingt Vorrang haben“, so der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann.
„Bahnschienen, Autobahnen oder Wasserstraßen machen nicht an Landesgrenzen halt; deswegen ist hier eine Zusammenarbeit der Länder und der zuständigen Behörden, aber auch der Wirtschaft, so wie wir sie hier heute erleben, von besonderer Bedeutung.“
Gert Stuke, Vorsitzender der IHK Nord, erklärte dazu:
„Das Süd-Nord-Gefälle, das seit Jahren zwischen dem wirtschaftlich starken Süden Deutschlands und Norddeutschland besteht, hat sich manifestiert. Die digitale Transformation bringt zusätzliche Herausforderungen.  Um den Anschluss an den Süden nicht zu verlieren, müssen wir in Norddeutschland stärker zusammenarbeiten, unsere Kräfte bündeln und unsere vorhandenen Stärken und Potentiale gemeinsam gezielt weiterentwickeln. Dann wird es uns gelingen, das Süd-Nord-Gefälle zu überwinden“.
Weltweit erfolgreiche Regionen seien von innovativen Netzwerken, einer hohen technischen Affinität und Offenheit für digitale Innovationen, einer ausgeprägten Kultur für Unternehmensgründungen, hoher Lebensqualität und kultureller Offenheit geprägt.
„Nehmen wir uns daran ein Beispiel!“, so Stuke.
Dov Moran, einer der führenden Köpfe der israelischen Hightech-Szene und Erfinder des USB-Sticks, berichtete in seinem Vortrag:
„In meinen Unternehmen war Veränderung stets die einzige Konstante. So ist Israel zur Start-up-Nation geworden: Wer es zu gemütlich hat, wer nicht kämpfen muss, der ist nicht produktiv.“
Diesen Kampf hat auch die IHK Nord bereits aufgenommen. In den Analysen ihrer Initiative „Zukunft Norddeutschland“ hat sie Leitprojekte für zukunftsrelevante Themenfelder identifiziert, die für eine positive wirtschaftliche Entwicklung Norddeutschlands angegangen werden müssen. Darunter eine Kampagne zur Energiewende, erforderliche Maßnahmen zur digitalen Bildung, eine Strategie für die Zukunft der Seehäfen sowie die Nutzung und den Ausbau des norddeutschen Vorsprungs beim Thema Wasserstoffmobilität. Diese wurden im Rahmen der Veranstaltung erstmalig öffentlich präsentiert.
Turnusgemäß wechselt der Vorsitz der Küstenwirtschafts- und Verkehrsministerkonferenz im kommenden Jahr 2019 nach Schleswig-Holstein. Weitere Informationen zur „Zukunft Norddeutschland" unter www.ihk-nord.de/zukunftnorddeutschland.

Bilder der Veranstaltung

Unterwegs für die Zukunft Norddeutschland: Der Film aus der Konferenz