Veröffentlichung

Ist der Norden fit für die Zukunftstrends?

Stärkere Zusammenarbeit ist der Schlüssel für Norddeutschland

Stichwörter wie 3D-Druck, Big Data, Blockchain oder Internet der Dinge sind in aller Munde. Doch welche Auswirkungen haben die technologischen Entwicklungen tatsächlich auf die Wirtschaft? Und inwieweit finden sich diese und weitere Megatrends bereits in der norddeutschen Wirtschaft wieder? Es entstehen nicht nur neue Produkte und Geschäftsmodelle, sondern auch neue Lebens- und Arbeitswelten sowie eine veränderte Wissenskultur. Informationen sind innerhalb kürzester Zeit global verfügbar. Eine IHK Nord-Umfrage von mehr als 1.000 Unternehmen aus dem Ehrenamt der IHK Nord-Mitgliedskammern ergab, dass 80 Prozent der Unternehmer Norddeutschland als Wirtschaftsstandort als eher unvorbereitet auf die Zukunft einschätzen. Nur rund 50 Prozent bewerten den aktuellen Zustand als eher positiv. Um eine aussichtsreiche Entwicklung auch in Zukunft zu sichern, sei ein verstärktes Denken in überregionalen Wirtschaftsräumen notwendig. Die Zusammenarbeit der norddeutschen Bundesländer muss deshalb aus Wirtschaftssicht verstärkt werden, damit Norddeutschland im Vergleich zu den süddeutschen Bundesländern aufholen könne.
In der zweiten Ausgabe der IHK Nord-Publikationsreihe „Zukunft Norddeutschland“ werden die Megatrends und ihre konkreten Auswirkungen auf Norddeutschland analysiert. Hier ergeben sich Chancen aber auch Handlungsdruck gleichermaßen.
„Norddeutschland muss die kommenden Veränderungsprozesse aktiv und gemeinsam angehen. Nur so können wir im weltweiten Wettbewerb um Arbeitsplätze und Fachkräfte bestehen“, so Gert Stuke, Vorsitzender der IHK Nord. „Dafür muss der Norden sich als ein Wirtschaftsraum begreifen und vor allem auch danach handeln! Hierdurch könnten wir eine kritische Masse für zukunftsweisende Projekte und ein innovatives Klima für Unternehmen schaffen“.
Besonderes Potenzial bestehe für die norddeutsche Wirtschaft in der Ansiedlung von Unternehmen mit hohem Energiebedarf und –bewusstsein aufgrund der hohen Verfügbarkeit von Windenergie.
Nur woran kann sich der Norden im globalen Vergleich orientieren? Die Antwort darauf liefert Zukunftsforscher Oliver Leisse mit einer Vergleichsstudie zu den Erfolgsfaktoren der aufstrebenden Wirtschaftsregionen Silicon Valley, Öresund, Dubai (VAE) und Seoul.
„Wichtig ist es, dass die Region zunächst ein positives Bewusstsein für den Aufbruch erfassen muss. Die Menschen, die handelnde Politik, die Unternehmen sowie Institutionen müssen zu allererst eine Bereitschaft für die Notwendigkeit von Veränderungen entwickeln. Man muss die Zukunft wollen!“, so Leisse.
Weitere Veröffentlichungen der Initiative Zukunft Norddeutschland erscheinen schrittweise in den nächsten Monaten. Sie liefern konkrete Handlungsvorschläge, u. a. zu den Themen Infrastruktur, Innovation und Bildung. Weitere Informationen unter: www.ihk-nord.de/zukunftnorddeutschland.